ÖSD C1 Dinleme Sınavı (Hören)ÖSD Zertifikat C1 (ZC1) · Hören — resmî Modellsatz düzeninde tam deneme
Gerçek sınavdaki iki dinleme görevinin tamamı: erteleme alışkanlığı üzerine dört bölümlük bir radyo yayınında on çoktan seçmeli madde ve şehirlerdeki sıcak adaları anlatan bir sunumu dinlerken on boşluklu notu tamamlama. İki kayıt da iki kez dinletilir; yaklaşık 40 dakika. Bitirince ÖSD'nin resmî puanlamasıyla puanınızı (20 üzerinden), gerekçeleri ve kayıtların yazılı metnini görürsünüz.
Radiosendung
Lesen Sie Aufgabe 1 gut durch. Sie haben 2 Minuten Zeit. Situation: Sie hören jetzt eine Radiosendung. Lesen Sie die folgenden Aussagen und kreuzen Sie jeweils die richtige Lösung (A, B oder C) an. Sie hören den Text zwei Mal.
Erteleme alışkanlığı (Prokrastination) üzerine dört bölümlük bir radyo yayını dinleyeceksiniz. Her madde için A, B ya da C'den doğru olanı seçin. Maddeler yayının sırasını izler; kayıt iki kez dinletilir.
Radiosendung „Wissen am Abend“: Warum wir aufschieben
📄 Transkript
Moderatorin: Guten Abend und willkommen bei „Wissen am Abend“. Die Steuererklärung, die Seminararbeit, der Anruf beim Zahnarzt – wir alle kennen Aufgaben, die wir Tag für Tag vor uns herschieben. Wann wird aus harmlosem Aufschieben ein echtes Problem, und was kann man dagegen tun? Darüber spreche ich heute mit Dr. Stefan Brunner. Er ist Psychologe und leitet eine Beratungsstelle für Studierende in Graz. Herr Brunner, beginnen wir mit dem Begriff: Was genau versteht man unter Prokrastination? Dr. Stefan Brunner: Von Prokrastination sprechen wir, wenn jemand eine Aufgabe freiwillig aufschiebt, obwohl er weiß, dass ihm das Aufschieben schaden wird. Dieser zweite Teil ist entscheidend. Wenn ich mich bewusst entscheide, die Steuererklärung erst nächste Woche zu machen, weil diese Woche ein wichtiges Projekt ansteht, dann ist das kluge Planung und keine Prokrastination. Problematisch wird es, wenn ich mir jeden Tag vornehme, endlich anzufangen, und es dann doch wieder nicht tue – und mich hinterher darüber ärgere. Moderatorin: Das kennt wahrscheinlich jeder. Dr. Stefan Brunner: Gelegentlich schiebt tatsächlich fast jeder etwas auf. Bei einem Teil der Menschen wird daraus aber ein dauerhaftes Muster, das ihr Leben spürbar beeinträchtigt. Unter Studierenden ist das besonders verbreitet. Viele vermuten, das liege am Leistungsdruck. Aber Berufstätige stehen oft unter genauso großem Druck. Der eigentliche Unterschied ist ein anderer: Im Studium gibt es kaum feste Strukturen. Niemand kontrolliert, ob man heute an der Arbeit geschrieben hat, und die Abgabe ist oft erst in vier Monaten. Moderatorin: Kommen wir zu den Ursachen. Viele würden sagen: Wer aufschiebt, ist einfach faul. Dr. Stefan Brunner: Das ist das häufigste Missverständnis. Menschen, die prokrastinieren, sind oft sehr beschäftigt – nur eben nicht mit der Aufgabe, um die es eigentlich geht. Plötzlich wird die Wohnung gründlich geputzt, es werden E-Mails sortiert, man hilft einem Freund beim Umzug. Manche behaupten auch, sie arbeiteten unter Zeitdruck einfach besser. Die Forschung bestätigt das allerdings kaum: Die Ergebnisse sind meist schlechter, und der Stress ist größer. Moderatorin: Aber warum tun wir das dann? Dr. Stefan Brunner: Im Kern geht es um Gefühle, und mit Zeitmanagement hat das weniger zu tun, als man denkt. Die aufgeschobene Aufgabe löst etwas Unangenehmes aus: Langeweile, Unsicherheit, manchmal die Angst zu scheitern. Indem ich die Aufgabe wegschiebe, verschwindet dieses Gefühl – zumindest für den Moment. Diese kurzfristige Erleichterung wirkt wie eine Belohnung, und so wird das Aufschieben mit der Zeit zur Gewohnheit. Eine besondere Rolle spielt außerdem der Perfektionismus. Wer sehr hohe Ansprüche an sich stellt, tut sich oft schwer, überhaupt anzufangen, weil der erste Entwurf diesen Ansprüchen nie genügen kann. Lieber gar nichts als etwas Mittelmäßiges – so denken viele, ohne es zu merken. Moderatorin: Nun könnte man sagen: Solange die Arbeit am Ende fertig wird, ist doch alles in Ordnung. Dr. Stefan Brunner: Kurzfristig fühlt sich das Aufschieben ja auch gut an, sonst würden wir es nicht tun. Langfristig zahlt man aber einen hohen Preis. Wer ständig aufschiebt, lebt mit einem dauerhaft schlechten Gewissen. Viele unserer Klientinnen und Klienten berichten von Stress, Erschöpfung und Schlafproblemen. Und wenn es um die eigene Gesundheit geht, kann es gefährlich werden: Wer den Arztbesuch monatelang vor sich herschiebt, riskiert, dass eine Krankheit zu spät erkannt wird. Moderatorin: Sie sprechen in diesem Zusammenhang oft von einem Teufelskreis. Dr. Stefan Brunner: Genau. Je länger ich eine Aufgabe liegen lasse, desto stärker wird das schlechte Gewissen, das mit ihr verbunden ist. Dadurch wird die Aufgabe noch unangenehmer – und das Bedürfnis, ihr auszuweichen, noch größer. Darunter leiden übrigens nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Kolleginnen, Mitbewohner oder Familienangehörige, die auf das Ergebnis warten. Moderatorin: Was raten Sie denn Menschen, die diesen Kreislauf durchbrechen möchten? Dr. Stefan Brunner: Der wichtigste Rat klingt beinahe banal: Machen Sie den ersten Schritt so klein, dass er Ihnen fast lächerlich vorkommt. Nicht „Ich schreibe heute das erste Kapitel“, sondern „Ich öffne das Dokument und schreibe eine Überschrift“. Wer einmal angefangen hat, macht erstaunlich oft weiter. Hilfreich ist es auch, die Umgebung zu verändern – das Handy in ein anderes Zimmer zu legen oder sich mit anderen zum gemeinsamen Arbeiten zu verabreden. Und dann gibt es einen Punkt, der viele überrascht: Seien Sie nachsichtig mit sich selbst. Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die sich ihr Aufschieben verzeihen, beim nächsten Mal eher weniger aufschieben. Wer sich dagegen mit Vorwürfen überhäuft, macht die Aufgabe nur noch unangenehmer. Moderatorin: Es gibt inzwischen unzählige Apps, die beim Planen und Durchhalten helfen sollen. Was halten Sie davon? Dr. Stefan Brunner: Für manche Menschen sind solche Apps eine gute Unterstützung, das will ich gar nicht bestreiten. Ich beobachte aber auch das Gegenteil: Manche verbringen Stunden damit, ihre Aufgaben farbig zu sortieren und Pläne zu erstellen – und haben am Abend das gute Gefühl, etwas getan zu haben, obwohl die eigentliche Arbeit noch nicht begonnen hat. Dann wird das Planen selbst zu einer Form des Ausweichens. Eine App kann helfen, ersetzt aber nicht die Auseinandersetzung mit der Frage, warum mir eine bestimmte Aufgabe so schwerfällt. Wenn das Aufschieben so weit geht, dass Studium oder Arbeitsplatz in Gefahr sind, sollte man sich professionelle Unterstützung holen – an den Hochschulen ist diese Beratung übrigens kostenlos. Moderatorin: Dr. Stefan Brunner, herzlichen Dank für das Gespräch. Und Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer: Vielleicht ist heute ein guter Abend für einen sehr kleinen ersten Schritt.
1 Von Prokrastination spricht man laut Dr. Brunner, wenn jemand
2 Studierende schieben besonders häufig auf, weil
3 Menschen, die prokrastinieren,
4 Die wichtigste Ursache des Aufschiebens ist nach Dr. Brunner
5 Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst
6 Langfristig führt ständiges Aufschieben
7 Der „Teufelskreis“ entsteht, weil
8 Dr. Brunner rät,
9 Wer sich das eigene Aufschieben verzeiht,
10 Über Apps gegen das Aufschieben sagt Dr. Brunner, dass sie
Vortrag · Notizen ergänzen
Lesen Sie Aufgabe 2 gut durch. Sie haben 90 Sekunden Zeit. Situation: Sie hören nun einen Vortrag. Hören Sie gut zu und ergänzen Sie während des Hörens die Notizen. Sie hören den Text zwei Mal.
Şehirlerdeki «sıcak adalar» üzerine bir sunum dinleyeceksiniz. Dinlerken notlardaki on boşluğu bir ya da birkaç kelimeyle tamamlayın. Kayıt iki kez dinletilir; imla ve dilbilgisi hataları sayılmaz.
Vortrag: Hitzeinseln in der Stadt
📄 Transkript
Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen zu meinem Vortrag. Ich möchte heute über ein Phänomen sprechen, das in unseren Städten jeden Sommer spürbarer wird: die sogenannten städtischen Hitzeinseln. Zunächst erkläre ich, was man darunter versteht und wie sie entstehen. Danach gehe ich auf die Folgen für die Gesundheit ein, und zum Schluss stelle ich Ihnen einige Gegenmaßnahmen vor – und auch deren Grenzen. Von einer Hitzeinsel spricht man, wenn es in einer Stadt deutlich wärmer ist als im ländlichen Umland. Tagsüber ist dieser Unterschied oft gar nicht so groß. Am größten ist er in der Nacht: Während das Umland nach Sonnenuntergang rasch abkühlt, bleibt es in der Innenstadt bis in die frühen Morgenstunden warm. Woran liegt das? Der wichtigste Grund sind die Materialien, aus denen unsere Städte gebaut sind. Asphalt und Beton speichern tagsüber große Mengen an Wärme und geben sie erst nachts langsam wieder ab. Hinzu kommt, dass es in vielen Vierteln kaum Grünflächen gibt, und schließlich erzeugen Autos, Industrie und – ironischerweise – Klimaanlagen zusätzliche Abwärme. Damit komme ich zu den Folgen. Hitze ist für den menschlichen Körper eine erhebliche Belastung. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen, etwa mit Herz- oder Nierenproblemen. Während einer Hitzewelle steigt die Zahl der Notfälle in den Krankenhäusern messbar an. Und weil es eben gerade nachts nicht mehr abkühlt, finden viele Menschen keinen erholsamen Schlaf. Der Körper kann sich nicht regenerieren, und das schwächt ihn zusätzlich. Was können Städte dagegen tun? Die wirksamste Maßnahme sind Bäume. Sie spenden Schatten, das ist offensichtlich. Weniger bekannt ist, dass sie die Luft auch durch Verdunstung kühlen: Ein großer Baum gibt an einem heißen Tag Hunderte Liter Wasser über seine Blätter ab, und dabei wird der Umgebung Wärme entzogen. Eine zweite Maßnahme sind begrünte Dächer und Fassaden. Drittens kann man helle Oberflächen verwenden, also zum Beispiel helle Pflastersteine oder hell gestrichene Dächer. Sie werfen einen großen Teil des Sonnenlichts zurück, statt es aufzunehmen. Ein vierter Punkt betrifft die Stadtplanung im Großen. In der Nacht strömt kühle Luft aus dem Umland in die Stadt – allerdings nur, wenn sie nicht durch Gebäude blockiert wird. Deshalb ist es wichtig, sogenannte Frischluftschneisen freizuhalten, also breite Streifen ohne dichte Bebauung, etwa entlang von Flüssen oder Bahnlinien. Und schließlich spielt Wasser eine zentrale Rolle. Nach dem Prinzip der Schwammstadt wird Regenwasser nicht mehr möglichst schnell in die Kanalisation abgeleitet, sondern im Boden und in unterirdischen Speichern zurückgehalten. In trockenen Phasen steht es dann den Pflanzen zur Verfügung und verdunstet langsam. Ich möchte Ihnen aber nichts vormachen: Diese Maßnahmen haben auch ihre Grenzen. Bäume wachsen langsam. Ein junger Baum, der heute gepflanzt wird, braucht ungefähr zwanzig Jahre, bis er seine volle kühlende Wirkung entfaltet. Was wir heute nicht pflanzen, fehlt uns also in zwanzig Jahren. Außerdem ist in dicht bebauten Straßen oft schlicht kein Platz – unter dem Gehsteig liegen Leitungen, und darüber parken Autos. Zum Schluss noch ein Gedanke, der mir besonders wichtig ist. Die Planung sollte nicht nur in den Büros der Stadtverwaltung stattfinden. Man sollte die Bewohnerinnen und Bewohner von Anfang an einbeziehen. Sie wissen am besten, an welchen Orten es im Sommer unerträglich heiß wird und wo eine Bank im Schatten fehlt. Städte, die ihre Bürger beteiligen, setzen ihre Maßnahmen nicht nur gezielter um, sie stoßen auch auf weniger Widerstand. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich freue mich nun auf Ihre Fragen.
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Görev düzeni Österreichisches Sprachdiplom Deutsch’un (ÖSD) resmî ZC1 Modellsatz’ına (dinleme kâğıdı ve kayıtları) ve Durchführungsbestimmungen’ine (10/2023) göre kurulmuştur; kayıt metinleri ve sorular almancaeskisehir.com’a aittir, sesler yapay sesle (TTS) üretilmiştir; kişiler ve kurumlar kurgusaldır. Otomatik denetim Aufgabe 2’de en yaygın doğru çözümleri tanır; gerçek sınavda değerlendirici anlamca aynı olan başka çözümleri de doğru sayar.
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