ÖSD C1 Yazma Sınavı (Schreiben)ÖSD Zertifikat C1 (ZC1) · Schreiben — resmî Modellsatz düzeninde resmî cevap e-postası ve en az 250 kelimelik metin
Gerçek sınavdaki iki görev: kendi kusurunuz olmasına rağmen bir kurumu talebinizi kabul etmeye ikna eden resmî bir cevap e-postası, ardından üç konudan birinde en az 250 kelimelik bir metin (grafiğe dayalı yazılı sunum, görüş yazısı ya da okuma bölümündeki makaleye yorum). Yazdığınız metin otomatik ölçülür: işlediğiniz noktalar, uzunluk ve ÖSD'nin uzunluk kesintisi, hitap ve kapanış, bağlaçlar ve dil hataları.
Modül
Schreiben · Yazma
Bölüm
4 Aufgaben
Süre
90 dakika
Değerlendirme
Otomatik ölçüm
Nasıl çalışır? Gerçek sınavda iki görev için birlikte 90 dakika verilir; ÖSD C1’de yalnız tek dilli sözlük kullanılabilir. Aufgabe 1: gelen e-postayı ve kenardaki notlarınızı okuyun; notların hepsine kibar ve resmî bir dille, kendi cümlelerinizle değinin. Asıl amaç, hata sizde olsa da talebinizi kabul ettirmektir. Kelime sayısı verilmemiştir; resmî hitap ve kapanış şarttır. Aufgabe 2: üç konudan yalnız birini seçin (Thema A, B ya da C) ve en az 250 kelime yazın. ÖSD 250’nin altındaki her 20 kelimelik dilim için puan keser, 170 kelimenin altındaki metni hiç değerlendirmez. Girişi, gerekçeli bir argümantasyonu ve sonucu olan bir metin kurun; olguları aktarmakla kendi görüşünüzü açıkça ayırın. «Metnimi ölç» düğmesi metninizi ölçer; «Örnek cevap» ÖSD düzeyinde bir model gösterir.
Gerçek sınav süresi: 90 dakika. Süreyi kendiniz başlatın.
Aufgabe 1
Aufgabe 1: Formelles Antwortschreiben
Arbeitszeit: 40 Minuten · keine Wortzahl vorgegeben (Richtwert hier: ca. 180 Wörter)
Situation: Sie haben im Veranstaltungsbüro der Stadtbibliothek telefonisch einen Saal für die Präsentation Ihres ersten Buches reserviert. Nun erhalten Sie ein E-Mail von Frau Mag. Sabine Wallner. Als Vorbereitung für die Antwort haben Sie sich schnell ein paar Notizen gemacht. Formulieren Sie nun ein formal angemessenes Antwortschreiben, in dem Sie auf alle notierten Punkte auf höfliche und formelle Weise eingehen. Übernehmen Sie die Vorgaben nicht wortwörtlich, sondern verwenden Sie eigene, situationsangemessene Formulierungen. Es geht vor allem darum, Ihr Anliegen (Buchpräsentation am 23. Oktober) trotz selbst verschuldeter Versäumnisse durchzusetzen. Beachten Sie dabei die textsortenspezifischen Anforderungen eines formellen Schreibens (Anrede, Schlussformeln, Höflichkeitsformen).
Kütüphaneden telefonla bir salon ayırttınız ama depozitoyu zamanında yatırmadınız; kütüphane salonu başkasına verdiğini yazıyor. E-postayı ve notlarınızı okuyun; altı notun hepsine kendi cümlelerinizle, kibar ve resmî bir dille değinin. Amaç: hata sizde olsa da ilk tarihteki sunumunuzu kurtarmak. Resmî hitap ve kapanış şart.
Von: Mag. Sabine Wallner <[email protected]>
Betreff: Ihre Saalreservierung am 23. Oktober
Sehr geehrte/r …,
Sie haben vor sechs Wochen telefonisch unseren Lesesaal für eine Buchpräsentation am 23. Oktober reserviert. Wie bei jeder Reservierung war vereinbart, dass die Kaution von 150 Euro innerhalb von zwei Wochen auf unser Konto überwiesen wird.
Da wir keine Zahlung erhalten haben, haben wir Sie vor drei Wochen per E-Mail an die Überweisung erinnert. Leider haben Sie darauf nicht reagiert.
Wir müssen Ihnen daher mit Bedauern mitteilen, dass wir den Saal an diesem Abend inzwischen an einen anderen Veranstalter vergeben haben. Wegen der großen Nachfrage können wir Reservierungen ohne Kaution nicht länger freihalten.
Gerne können wir Ihnen einen Ersatztermin am 11. Dezember anbieten.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Sabine Wallner
Veranstaltungsbüro der Stadtbibliothek
Ihre Notizen am Rand:
➩ Oje – Überweisung völlig vergessen!
➩ Erinnerung? Nie bekommen – Spam-Ordner?
➩ Einladungen schon verschickt, ca. 60 Gäste, Verlag kommt!
➩ Kaution heute noch überweisen
➩ Dezember viel zu spät – Buch erscheint im Oktober!
➩ Anderer Raum am 23.? Auch kleiner wäre okay
– Entschuldigung für die vergessene ÜberweisungUnutulan havale için özür.
– Erinnerung nicht erhalten (Spam-Ordner?)Hatırlatma e-postası gelmedi (spam klasörü?).
– Einladungen verschickt, ca. 60 Gäste, Verlag kommtDavetiyeler gönderildi, yaklaşık 60 misafir, yayınevi de geliyor.
– Kaution sofort überweisenDepozitoyu hemen yatırma sözü.
– Ersatztermin im Dezember zu spät (Buch erscheint im Oktober)Aralık'taki yedek tarih çok geç (kitap Ekim'de çıkıyor).
– Bitte um eine Lösung am 23. Oktober (auch kleinerer Raum)23 Ekim için bir çözüm ricası (küçük bir salon da olur).
0 Wörter
Beispiellösung
Betreff: AW: Ihre Saalreservierung am 23. Oktober
Sehr geehrte Frau Mag. Wallner,
vielen Dank für Ihre Nachricht, die mich zugegebenermaßen ziemlich erschreckt hat. Zunächst möchte ich mich aufrichtig dafür entschuldigen, dass ich die Kaution nicht fristgerecht überwiesen habe. Das ist ein Versäumnis, für das ich allein verantwortlich bin.
Ihre Erinnerung habe ich allerdings nie erhalten; ich vermute, dass sie in meinem Spam-Ordner gelandet ist. Hätte ich davon gewusst, hätte ich die Zahlung selbstverständlich sofort nachgeholt.
Die Präsentation am 23. Oktober ist für mich von großer Bedeutung: Die Einladungen sind bereits an rund 60 Gäste verschickt, und auch Vertreterinnen meines Verlags haben ihr Kommen zugesagt. Ein Ersatztermin im Dezember kommt deshalb leider nicht infrage, da das Buch bereits im Oktober erscheint und die Präsentation dann ihren Sinn verlöre.
Die Kaution werde ich noch heute auf Ihr Konto überweisen. Darf ich Sie daher bitten zu prüfen, ob an diesem Abend vielleicht ein anderer Raum in Ihrem Haus frei ist? Auch ein kleinerer Saal wäre für mich eine gute Lösung.
Für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Selin AydınAltı notun hepsi kendi cümlelerle işlendi: özür ve sorumluluğu üstlenme, hatırlatmanın gelmemesi (Konjunktiv II ile: Hätte ich davon gewusst …), davetiyeler ve yayınevi, depozitonun bugün yatırılması, Aralık'ın neden olmadığı (da … verlöre), somut çözüm önerisi. Ton kibar ama kararlı; C1'e uygun yapılar: zugegebenermaßen, kommt nicht infrage, Darf ich Sie bitten … Yaklaşık 185 kelime.
Aufgabe 2A
Aufgabe 2 · Thema A: Schriftliche Ausarbeitung eines Referats
Arbeitszeit: 50 Minuten · mindestens 250 Wörter
Wählen Sie aus den 3 Themen (A, B oder C) eines aus. Situation: Sie haben in einem Seminar ein Referat zum Thema „Junge Menschen und Nachrichten“ gehalten und dafür folgende Statistik verwendet. Sie sollen nun für den Abschluss des Seminars eine schriftliche Ausarbeitung des Referats verfassen. Verfassen Sie nun einen Text, in dem Sie die wichtigsten Punkte Ihres Referats schriftlich darlegen. Schreiben Sie mindestens 250 Wörter und gehen Sie dabei auf die folgenden Punkte ein. Berücksichtigen Sie dabei auch den Aufbau des Textes (Einführung in das Thema, Aufbau einer Argumentation, Schlussfolgerung). Übernehmen Sie die Vorgaben nicht wortwörtlich. Beachten Sie, dass es sich um die schriftliche Ausarbeitung des Referats handelt. Vermeiden Sie daher direkte Anreden und Phrasen, die sich an ein Publikum wenden.
Üç konudan yalnız birini yazın. Thema A: seminerde «Gençler ve haberler» konulu bir sunum yaptınız; şimdi grafiğe dayanan sunumun yazılı hâlini hazırlayın. Dört noktanın hepsine değinin; en az 250 kelime. Dinleyiciye hitap etmeyin («Liebe Zuhörer» gibi kalıplar yazılı metne uymaz).
Woher beziehen junge Menschen (16–29 Jahre) in Österreich ihre Nachrichten?
[aus einer österreichischen Umfrage, Mehrfachnennungen möglich]
– soziale Netzwerke: 62 %
– Fernsehen: 41 %
– Nachrichten-Websites und -Apps: 38 %
– Gespräche mit Familie und Freunden: 33 %
– Radio: 27 %
– Podcasts: 18 %
– gedruckte Zeitungen: 14 %
– informiere mich gar nicht über Nachrichten: 9 %
– Fassen Sie die wichtigsten Informationen der Statistik zusammen.Grafikteki en önemli bilgileri özetleyin.
– Interpretieren Sie die Informationen: Wie erklären Sie sich die Zahlen?Bilgileri yorumlayın: Rakamları nasıl açıklıyorsunuz?
– Wie schätzen Sie im Vergleich dazu die Situation in Ihrem Land ein?Kendi ülkenizdeki durumu bununla karşılaştırın.
– Wie ist Ihre persönliche Meinung zum Thema bzw. wie informieren Sie sich selbst?Konu hakkındaki kişisel görüşünüz ya da kendiniz nasıl haber takip ediyorsunuz?
0 Wörter
Beispiellösung
Junge Menschen und Nachrichten – eine Bestandsaufnahme
Wie informieren sich junge Menschen heute über das Weltgeschehen? Dieser Frage geht eine österreichische Umfrage unter 16- bis 29-Jährigen nach, deren wichtigste Ergebnisse im Folgenden zusammengefasst und interpretiert werden.
Mit großem Abstand an erster Stelle stehen die sozialen Netzwerke: 62 Prozent der Befragten beziehen ihre Nachrichten zumindest teilweise von dort. Das Fernsehen folgt mit 41 Prozent, knapp vor Nachrichten-Websites und -Apps (38 Prozent). Bemerkenswert ist, dass ein Drittel angibt, sich durch Gespräche mit Familie und Freunden zu informieren. Gedruckte Zeitungen spielen mit 14 Prozent hingegen nur noch eine untergeordnete Rolle, und immerhin neun Prozent informieren sich nach eigener Aussage überhaupt nicht.
Diese Verteilung lässt sich vor allem mit dem Alltag der Befragten erklären. Das Smartphone ist ständig verfügbar, und Nachrichten erscheinen in sozialen Netzwerken ganz nebenbei zwischen privaten Beiträgen. Zeitungen dagegen müssen gekauft oder abonniert werden, was für viele junge Menschen mit kleinem Budget eine Hürde darstellt. Problematisch ist allerdings, dass Algorithmen bestimmen, welche Meldungen angezeigt werden, und dass seriöse Berichte dort neben Gerüchten stehen. Auffällig ist zudem, dass Gespräche im persönlichen Umfeld nach wie vor eine wichtige Rolle spielen – offenbar möchten viele junge Menschen Nachrichten nicht nur konsumieren, sondern auch mit anderen besprechen.
In der Türkei dürfte das Bild ähnlich aussehen; auch dort verbringen junge Menschen viel Zeit in sozialen Netzwerken, während das Fernsehen vor allem bei älteren Generationen beliebt ist.
Ich selbst nutze soziale Netzwerke zwar ebenfalls, um auf Themen aufmerksam zu werden, prüfe wichtige Meldungen jedoch auf den Websites etablierter Zeitungen. Meiner Ansicht nach sollte Medienkompetenz deshalb stärker in den Schulen vermittelt werden: Entscheidend ist nicht, über welchen Kanal man sich informiert, sondern ob man Quellen kritisch einordnen kann.Düzen: başlık → giriş (konu ve kaynak) → olgular (sayılar karşılaştırmalı: mit großem Abstand, knapp vor, hingegen) → yorum (lässt sich … erklären, Problematisch ist allerdings) → ülke karşılaştırması (temkinli: dürfte) → kişisel görüş ve sonuç. Dinleyiciye hitap yok. Yaklaşık 280 kelime.
Aufgabe 2B
Aufgabe 2 · Thema B: Stellungnahme
Arbeitszeit: 50 Minuten · mindestens 250 Wörter
Wählen Sie aus den 3 Themen (A, B oder C) eines aus. Situation: In einer Zeitung haben Sie den unten stehenden Artikel gelesen. Schreiben Sie nun für ein Seminar eine Stellungnahme. Schreiben Sie mindestens 250 Wörter und gehen Sie dabei auf die folgenden Punkte ein. Berücksichtigen Sie dabei auch den Aufbau des Textes (Einführung in das Thema, Aufbau einer Argumentation, Schlussfolgerung). Übernehmen Sie die Vorgaben nicht wortwörtlich, sondern verwenden Sie eigene, situationsangemessene Formulierungen.
Üç konudan yalnız birini yazın. Thema B: dört günlük çalışma haftası üzerine bir makale okudunuz; seminer için bir görüş yazısı (Stellungnahme) yazın. Dört noktanın hepsine değinin; en az 250 kelime.
Vier Tage arbeiten, drei Tage frei?
Immer mehr Unternehmen testen die Vier-Tage-Woche
Weniger arbeiten bei gleichem Lohn – was lange als Utopie galt, wird in immer mehr Betrieben ausprobiert. Ein Wiener Softwareunternehmen hat im vergangenen Jahr die Arbeitszeit für alle Beschäftigten auf vier Tage pro Woche verkürzt. Die Bilanz der Geschäftsführung fällt positiv aus: Die Zahl der Krankenstände sei gesunken, und auf Stellenausschreibungen bewerben sich seither deutlich mehr Fachkräfte.
Kritiker geben jedoch zu bedenken, dass sich das Modell nicht auf alle Branchen übertragen lässt. In Pflegeheimen, Krankenhäusern oder im Handel müsse die Arbeit schließlich trotzdem erledigt werden – dafür brauche es mehr Personal, das schon heute fehle. Wirtschaftsvertreter warnen außerdem, dass in vier Tagen oft dieselbe Arbeit in kürzerer Zeit verlangt werde, was den Druck auf die Beschäftigten eher erhöhe.
[aus einer österreichischen Zeitung]
– Fassen Sie die relevanten Informationen des Artikels zusammen.Makaledeki önemli bilgileri özetleyin.
– Argumentieren Sie: Welche Vor- und Nachteile sehen Sie?Avantaj ve dezavantajları tartışın.
– Wie ist Ihre persönliche Meinung zur Vier-Tage-Woche?Dört günlük çalışma haftası hakkındaki kişisel görüşünüz.
– Wie ist die Situation in Ihrem Land?Ülkenizde durum nasıl?
0 Wörter
Beispiellösung
Die Vier-Tage-Woche – Zukunftsmodell oder Wunschtraum?
Kaum ein arbeitspolitisches Thema wird derzeit so leidenschaftlich diskutiert wie die Vier-Tage-Woche. Ein Zeitungsartikel berichtet von einem Wiener Softwareunternehmen, das die Arbeitszeit seiner Beschäftigten bei gleichem Lohn auf vier Tage verkürzt hat. Laut Geschäftsführung ist die Zahl der Krankenstände seither gesunken, während sich deutlich mehr Fachkräfte bewerben. Kritiker wenden jedoch ein, dass das Modell etwa in der Pflege oder im Handel kaum umsetzbar sei und der Druck auf die Beschäftigten steigen könne.
Für die Vier-Tage-Woche spricht zunächst, dass ausgeruhte Menschen konzentrierter arbeiten. Ein zusätzlicher freier Tag schafft Raum für Familie, Weiterbildung oder ehrenamtliches Engagement. Für Unternehmen kann das Modell außerdem ein wichtiges Argument im Wettbewerb um Fachkräfte sein. Nicht zuletzt könnten weniger Fahrten zur Arbeit auch der Umwelt zugutekommen.
Andererseits darf man die Nachteile nicht übersehen. Wer dieselbe Arbeit in kürzerer Zeit erledigen muss, steht unter größerem Druck, und Pausen oder Gespräche mit Kollegen kommen womöglich zu kurz. Hinzu kommt, dass gerade in Berufen, die ohnehin unter Personalmangel leiden, zusätzliche Kräfte gar nicht verfügbar sind. Zudem stellt sich die Frage, wie Kundinnen und Kunden reagieren, wenn Ämter oder Geschäfte an einem weiteren Tag geschlossen bleiben.
Meines Erachtens ist die Vier-Tage-Woche daher kein Modell für alle, wohl aber eine sinnvolle Option für Branchen, in denen sich Arbeitsabläufe neu organisieren lassen. Entscheidend wäre, dass die Arbeitsmenge tatsächlich angepasst wird und nicht nur die Stunden. Sinnvoll wären daher Pilotprojekte, die wissenschaftlich begleitet und deren Ergebnisse offen diskutiert werden.
In der Türkei wird überwiegend noch fünf, in manchen Branchen sogar sechs Tage pro Woche gearbeitet; die Debatte steht dort also erst am Anfang. Gerade deshalb lohnt es sich, die Erfahrungen aus Österreich aufmerksam zu verfolgen.Olgular (Laut Geschäftsführung …, Kritiker wenden ein … sei — dolaylı anlatım) ile kendi görüş (Meines Erachtens) açıkça ayrılmış. Lehte/aleyhte argümanlar ayrı paragraflarda, bağlayıcılarla: zunächst, außerdem, Andererseits, Hinzu kommt. Sonuç sınırlayıcı: kein Modell für alle, wohl aber … Yaklaşık 280 kelime.
Aufgabe 2C
Aufgabe 2 · Thema C: Kommentar
Arbeitszeit: 50 Minuten · mindestens 250 Wörter
Wählen Sie aus den 3 Themen (A, B oder C) eines aus. Situation: Sie haben in einer Zeitschrift den Text „Das unterschätzte Gespräch“ gelesen. (Es handelt sich dabei um den Text, den Sie bereits im Subtest Lesen bearbeitet haben.) Verfassen Sie nun für ein Seminar einen schriftlichen Kommentar zu diesem Text. Schreiben Sie mindestens 250 Wörter und gehen Sie dabei auf die folgenden Punkte ein. Berücksichtigen Sie dabei auch den Aufbau des Textes (Einführung in das Thema, Aufbau einer Argumentation, Schlussfolgerung). Übernehmen Sie die Vorgaben nicht wortwörtlich, sondern verwenden Sie eigene, situationsangemessene Formulierungen.
Üç konudan yalnız birini yazın. Thema C: okuma bölümündeki «Das unterschätzte Gespräch» makalesine seminer için yazılı bir yorum (Kommentar) yazın. Makaleyi aşağıdaki kutudan yeniden açabilirsiniz. Dört noktanın hepsine değinin; en az 250 kelime.
Text: „Das unterschätzte Gespräch“ (Subtest Lesen, Aufgabe 1) – Gespräche mit Fremden, die „Sympathielücke“, schwache Bindungen im Alltag, Plauderbänke und die Grenzen solcher Angebote.
📄 Den Text „Das unterschätzte Gespräch“ noch einmal lesen
Das unterschätzte Gespräch
Warum wir mit Fremden so ungern reden – und warum es sich trotzdem lohnt
Wer morgens in einer Straßenbahn in Wien, Zürich oder Hamburg sitzt, kann ein merkwürdiges Schauspiel beobachten: Dutzende Menschen verbringen eine halbe Stunde dicht nebeneinander, ohne ein einziges Wort zu wechseln. Die meisten blicken auf ihr Smartphone, einige haben Kopfhörer aufgesetzt, andere starren aus dem Fenster. Ein Gespräch mit dem Sitznachbarn zu beginnen, gilt vielerorts als aufdringlich, beinahe als Verstoß gegen eine ungeschriebene Regel.
Dass diese Zurückhaltung uns etwas kostet, legt ein Experiment nahe, das die Sozialpsychologin Miriam Lechner mit ihrem Team durchgeführt hat. Rund zweihundert Pendlerinnen und Pendler wurden gebeten, auf ihrem Weg zur Arbeit entweder ein Gespräch mit einer unbekannten Person anzufangen oder – wie gewohnt – für sich zu bleiben. Vorab sollten alle einschätzen, wie sie die Fahrt erleben würden. Das Ergebnis war eindeutig: Wer ein Gespräch beginnen sollte, rechnete mit Ablehnung, peinlichen Pausen und einer unangenehmen Fahrt. Tatsächlich aber berichtete gerade diese Gruppe hinterher von der angenehmsten Fahrt. Abgewiesen wurde kaum jemand; die meisten Angesprochenen reagierten freundlich, viele sogar erfreut.
Warum irren wir uns so gründlich? Lechner sieht einen Grund darin, dass wir das Interesse anderer systematisch unterschätzen. Hinzu kommt ein Phänomen, das Forschende als „Sympathielücke“ bezeichnen: Nach einem Gespräch mit Unbekannten glauben die meisten, ihr Gegenüber habe sie weniger gemocht, als es tatsächlich der Fall war. „Wir gehen mit uns selbst strenger ins Gericht als mit anderen“, erklärt Lechner. „Während wir uns über eine ungeschickte Formulierung noch Stunden später ärgern, hat unser Gegenüber sie längst vergessen.“
Die Frage ist keineswegs nur von akademischem Interesse. Studien zum Wohlbefinden zeigen seit Längerem, dass nicht nur enge Freundschaften zur Lebenszufriedenheit beitragen, sondern auch die sogenannten schwachen Bindungen: das kurze Gespräch mit der Bäckerin, der Gruß des Nachbarn, der Plausch an der Bushaltestelle. Solche Begegnungen ersetzen keine Freundschaft, sie vermitteln aber das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Gerade diese Gelegenheiten werden jedoch seltener. Wer an der Selbstbedienungskasse bezahlt, seine Lebensmittel liefern lässt und Bankgeschäfte am Handy erledigt, kann tagelang auskommen, ohne mit einem fremden Menschen zu sprechen.
Einige Städte und Unternehmen versuchen gegenzusteuern. In Parks stehen vereinzelt sogenannte Plauderbänke, deren Schild signalisiert: Wer sich hier hinsetzt, freut sich über ein Gespräch. Manche Supermärkte haben eigene Kassen eingerichtet, an denen sich niemand beeilen muss und an denen ausdrücklich geplaudert werden darf. Solche Angebote nehmen den Menschen vor allem eine Sorge ab: die Unsicherheit, ob ihr Gegenüber überhaupt angesprochen werden möchte.
Lechner selbst warnt allerdings davor, aus ihren Ergebnissen eine neue Pflicht abzuleiten. Nicht jeder Mensch habe zu jeder Zeit Lust auf ein Gespräch, und wer Kopfhörer trage oder sich erkennbar abwende, sende ein klares Signal, das respektiert werden müsse. Auch kulturelle Unterschiede spielten eine Rolle: Was in einer Region als herzlich gelte, empfinde man anderswo als übergriffig. „Es geht mir nicht darum, dass alle ständig miteinander reden“, sagt Lechner. „Aber viele von uns verzichten auf schöne Momente, nur weil sie den ersten Satz nicht wagen.“
– Fassen Sie die relevanten Informationen des Artikels zusammen.Makaledeki önemli bilgileri özetleyin.
– Wie ist Ihre Meinung zu diesen Informationen?Bu bilgiler hakkındaki görüşünüz.
– Wie ist der Umgang mit Fremden in Ihrem Land?Ülkenizde yabancılarla konuşma nasıl?
– Wie gehen Sie selbst mit Gesprächen mit Unbekannten um?Siz tanımadığınız insanlarla konuşmaya nasıl yaklaşıyorsunuz?
0 Wörter
Beispiellösung
Mut zum ersten Satz
Der Artikel „Das unterschätzte Gespräch“ geht der Frage nach, warum wir mit Fremden so ungern sprechen. Er stützt sich dabei auf ein Experiment der Sozialpsychologin Miriam Lechner: Pendler, die im Zug ein Gespräch beginnen sollten, rechneten mit einer unangenehmen Fahrt, erlebten sie aber als besonders angenehm. Als Gründe für unsere Fehleinschätzung nennt der Text, dass wir das Interesse anderer unterschätzen und nach Gesprächen glauben, weniger gut angekommen zu sein, als es tatsächlich der Fall ist. Zugleich warnt Lechner davor, aus diesen Ergebnissen eine Pflicht zum Gespräch abzuleiten.
Die Argumentation überzeugt mich weitgehend, vor allem der Hinweis auf die schwachen Bindungen. Besonders einleuchtend finde ich auch die sogenannte Sympathielücke, die ich von mir selbst gut kenne. Gerade weil immer mehr Alltagskontakte durch Automaten und Apps ersetzt werden, gewinnen kurze Begegnungen an Bedeutung. Etwas zu kurz kommt meiner Ansicht nach allerdings die Frage, unter welchen Bedingungen Gespräche gelingen: Wer müde von der Arbeit kommt, reagiert auf einen Fremden vermutlich anders als im Urlaub.
In der Türkei ist es deutlich üblicher, mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen, etwa im Taxi, beim Teetrinken oder in langen Busfahrten. Das wird oft als herzlich empfunden, kann aber auch aufdringlich wirken, wenn jemand lieber für sich bleiben möchte.
Ich selbst gehöre eher zu den Zurückhaltenden. Als ich vor Kurzem auf einen verspäteten Zug wartete, sprach mich jedoch eine ältere Dame an, und aus der Wartezeit wurde ein erstaunlich anregendes Gespräch. Seitdem versuche ich, solche Gelegenheiten bewusster wahrzunehmen.
Insgesamt halte ich die Botschaft des Artikels für wertvoll: Niemand muss ständig mit Fremden reden, aber es lohnt sich, die Angst vor dem ersten Satz zu überwinden.Özet nesnel ve dolaylı (geht der Frage nach, nennt der Text …); yorumda hem onay (überzeugt mich weitgehend) hem eleştiri (Etwas zu kurz kommt …) var. Ülke karşılaştırması iki yönlü, kişisel deneyim somut; sonuç makalenin ana fikrine bağlanıyor. Yaklaşık 270 kelime.
Bu sayfa ÖSD ile bağlantılı değildir
Görev düzeni Österreichisches Sprachdiplom Deutsch’un (ÖSD) resmî ZC1 Modellsatz’ına, Auswertungsbogen’una (Schreiben Vers. 4.0) ve Durchführungsbestimmungen’ine (10/2023) göre kurulmuştur; görevler, grafik, makale ve örnek cevaplar almancaeskisehir.com’a aittir; kurumlar, kişiler ve rakamlar kurgusaldır. ÖSD C1’de Schreiben 30 puandır (iki görev 15’er); her görevde en az 7, toplamda en az 15 puan gerekir. Yazılı modülün tamamı 70 puandır ve en az 42 puanla geçilir.