B1 Dinleme Sınavı (Hören)Goethe-Zertifikat B1 · Modul Hören — resmî Modellsatz düzeninde tam deneme
Gerçek sınavdaki dört bölümün tamamı: telesekreter mesajları ve anonslar, bir rehberli tur, tramvayda bir sohbet ve bir radyo tartışması. 30 madde, 40 dakika. Kayıtlar resmî sınavdaki kadar dinletilir; bitirince puanınızı Goethe ölçeğinde (100 üzerinden), her yanlışın gerekçesini ve kayıtların tam metnini görürsünüz.
Kurze Texte
Sie hören nun fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie zuerst das Beispiel.
Beş kısa metin dinleyeceksiniz; her metin iki kez çalınır. Her metne ait iki madde var: önce Richtig/Falsch, sonra a, b ya da c. Önce örneği okuyun.
Beispiel
📄 Transkript
Hallo Ben, hier ist Gizem. Es geht um unseren Ausflug nach Bamberg am Sonntag. Mit dem Auto ist mir das ehrlich gesagt zu stressig, am Wochenende stehen auf der Autobahn ja alle im Stau. Ich habe mir deshalb die Zugverbindungen angeschaut: Wenn wir vor neun Uhr losfahren, sind die Fahrkarten am günstigsten, und um elf sind wir schon in der Altstadt. Sag mir bitte bis morgen Bescheid, dann buche ich die Tickets. Bis dann!
0 Gizem schlägt Ben eine Reise mit der Bahn vor.
Text 1 — Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter.
📄 Transkript
Guten Tag, Frau Lorenz, hier spricht Sandra Feld von der Hausverwaltung Sonnenhof. Es geht um die Reparatur Ihrer Heizung. Der Techniker kann leider nicht wie besprochen am Dienstag kommen, weil ein Ersatzteil noch nicht geliefert wurde. Er hätte aber am Donnerstagvormittag Zeit, irgendwann zwischen acht und zwölf Uhr. Wenn Sie da arbeiten müssen, ist das kein Problem: Sie können den Wohnungsschlüssel auch bei Ihrer Nachbarin, Frau Schulte, lassen. Bitte schreiben Sie mir kurz eine E-Mail, welche Lösung Ihnen lieber ist. Vielen Dank und einen schönen Tag noch!
1 Der Techniker kommt später als ursprünglich geplant.
2 Frau Lorenz soll …
Text 2 — Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter.
📄 Transkript
Hallo Mira, hier ist Tobias. Du, es geht um Samstag. Wir wollten ja eigentlich zusammen auf den Flohmarkt am Hafen. Aber meine Schwester zieht am Wochenende um, und gestern hat ihr ein Freund abgesagt, der den Transporter fahren sollte. Tja, und ich bin der Einzige in der Familie, der so ein großes Auto fahren darf. Ich hab übrigens nachgeschaut: Der Flohmarkt ist am Sonntag auch noch. Wollen wir nicht einfach dann hingehen? Ruf mich doch heute Abend kurz zurück, ja? Bis später!
3 Tobias hat am Samstag Zeit für den Flohmarkt.
4 Tobias schlägt vor, …
Text 3 — Sie hören eine Durchsage im Radio.
📄 Transkript
Und jetzt noch ein wichtiger Hinweis für alle, die am Sonntag in die Innenstadt wollen: Wegen des Frühlingslaufs mit rund viertausend Teilnehmenden ist der Ring zwischen acht und vierzehn Uhr komplett gesperrt. Die Buslinien drei und sieben fahren in dieser Zeit eine Umleitung, die Haltestelle am Rathaus fällt aus. Die Straßenbahn fährt dagegen ganz normal, sogar alle zehn statt alle zwanzig Minuten. Autofahrer sollten die Parkhäuser am Stadtrand nutzen. Und allen Läuferinnen und Läufern: viel Erfolg!
5 Wegen einer Sportveranstaltung kann man am Sonntag nicht überall in der Stadt fahren.
6 Am Sonntag …
Text 4 — Sie hören eine Durchsage auf einem Schiff.
📄 Transkript
Liebe Fahrgäste, hier spricht Ihr Kapitän. Wegen des starken Windes erreichen wir Konstanz heute etwa zwanzig Minuten später als im Fahrplan angegeben. Eine wichtige Information für alle Reisenden nach Meersburg: Die Fähre um fünfzehn Uhr zehn fällt heute leider aus. Bitte nehmen Sie stattdessen den Ersatzbus, der direkt vor dem Hafengebäude abfährt. Ihr Schiffsticket gilt auch im Bus. Das Bordrestaurant auf dem Oberdeck bleibt bis zur Ankunft für Sie geöffnet. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
7 Das Schiff erreicht Konstanz zur geplanten Zeit.
8 Reisende nach Meersburg sollen …
Text 5 — Sie hören den Wetterbericht im Radio.
📄 Transkript
Und nun das Wetter für morgen, Samstag. Im Norden und an der Küste bleibt es den ganzen Tag grau, immer wieder fällt leichter Regen, und die Temperaturen erreichen kaum mehr als neun Grad. In der Mitte Deutschlands lockern die Wolken am Nachmittag auf. Im Süden beginnt der Tag mit dichtem Nebel, vor allem entlang der Donau. Fahren Sie dort bitte vorsichtig! Später setzt sich aber die Sonne durch, bei bis zu sechzehn Grad. In den Alpen schneit es oberhalb von 1500 Metern. Der Wind weht überall nur schwach.
9 An der Küste scheint morgen die Sonne.
10 Vorhergesagt werden …
Führung
Sie hören nun einen Text. Sie hören den Text einmal. Dazu lösen Sie fünf Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 11 bis 15. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Bir metin dinleyeceksiniz; metin yalnız bir kez çalınır. 11–15 arasındaki soruları önceden okuyun (60 saniye) ve her soruda doğru seçeneği (a, b ya da c) işaretleyin.
Begrüßung am Infozentrum
📄 Transkript
Guten Morgen, liebe Gäste! Herzlich willkommen im Nationalpark! Schön, dass Sie heute so früh alle pünktlich hier am Infozentrum sind. Mein Name ist Sabine Holler, ich bin seit elf Jahren Rangerin hier im Park, und ich begleite Sie heute auf unserer Tour. Wir sind ungefähr drei Stunden unterwegs und laufen etwa sieben Kilometer. Keine Sorge, das schaffen alle, auch ohne viel Training. Normalerweise führt unsere Tour zuerst am Bach entlang bis zum Wasserfall. Das geht heute leider nicht: Beim Sturm letzte Woche sind dort mehrere Bäume auf den Weg gefallen, und meine Kollegen sind noch mit dem Aufräumen beschäftigt. Wir nehmen deshalb den Weg über den Hügel. Der ist fast genauso lang, nur am Anfang ein bisschen steiler. Dafür hat man oben einen wunderbaren Blick. Ein paar Regeln, bevor es losgeht. Fotografieren dürfen Sie natürlich, so viel Sie wollen. Zeigen Sie mir Ihre schönsten Bilder gern am Ende! Und wenn Sie am Wegrand Heidelbeeren sehen: Probieren ist erlaubt. Ganz wichtig ist aber: Bitte bleiben Sie immer auf den markierten Wegen. Im Moment brüten viele Vögel am Boden, und schon ein einziger Schritt ins Gras kann ein Nest zerstören. Mittagspause machen wir gegen halb eins an der alten Waldhütte, direkt an einem kleinen See. Dort gibt es Bänke und einen Brunnen mit Trinkwasser, aber leider keinen Kiosk. Ich hoffe also, Sie haben alle etwas zu essen dabei. Am Nachmittag kommen wir dann noch am Aussichtsturm vorbei. Wer möchte, kann hinaufsteigen, das sind allerdings hundertzwanzig Stufen. Viele von Ihnen fragen sich bestimmt, ob wir heute einen Luchs sehen. Da muss ich Sie enttäuschen. Ich selbst habe in all den Jahren genau zweimal einen Luchs in freier Natur gesehen. Die Tiere sind sehr scheu und vor allem in der Nacht aktiv. Wenn Sie trotzdem einen sehen wollen: Hier im Infozentrum zeigen wir einen kurzen Film mit Aufnahmen von unseren Wildkameras. Und noch ein Tipp für den Rückweg. Vom Aussichtsturm fährt um drei und um halb fünf ein Wanderbus zurück zum Parkplatz. Wer sehr müde ist, kann den gern nehmen. Aber wenn Sie noch eine halbe Stunde Kraft haben, dann gehen Sie mit mir das letzte Stück durch das Moor. Der Weg ist ganz flach, man läuft auf Holzbrettern, und für mich ist das der schönste Teil der ganzen Tour. So, haben alle ihre Wasserflaschen? Dann los, folgen Sie mir bitte!
11 Die Tour führt heute …
12 Was ist während der Tour nicht erlaubt?
13 Wo macht die Gruppe Mittagspause?
14 Über Luchse sagt die Rangerin, dass …
15 Die Rangerin empfiehlt den Teilnehmenden, …
Gespräch
Sie hören nun ein Gespräch. Sie hören das Gespräch einmal. Dazu lösen Sie sieben Aufgaben. Wählen Sie: Sind die Aussagen Richtig oder Falsch? Lesen Sie jetzt die Aufgaben 16 bis 22. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Bir konuşma dinleyeceksiniz; konuşma yalnız bir kez çalınır. 16–22 arasındaki ifadeleri önceden okuyun (60 saniye): doğru mu (Richtig), yanlış mı (Falsch)?
Gespräch in der Straßenbahn
📄 Transkript
Paula: Kemal! Hallo! Na, das ist ja ein Zufall. Fährst du auch Richtung Zentrum? Kemal: Hallo Paula! Nein, ich fahre heute in die andere Richtung, ganz raus bis zur Endstation, nach Waldheim. Paula: Nach Waldheim? Was machst du denn da draußen? Da gibt es doch nur Felder und … ach, warte mal. Das Tierheim, oder? Kemal: Genau, das Tierheim. Ich helfe da jetzt ehrenamtlich mit. Paula: Echt? Seit wann denn das? Kemal: Seit ungefähr acht Wochen. Also, nachgedacht habe ich darüber schon ewig, bestimmt ein ganzes Jahr. Aber irgendwie hatte ich nie Zeit, oder ich habe es mir einfach nicht zugetraut. Paula: Und was hat dich dann überzeugt? Kemal: Meine Kollegin Jana. Die macht das schon lange, und in der Mittagspause hat sie ständig davon erzählt. Irgendwann hat sie gesagt: „Kemal, jetzt komm halt einfach mal mit und schau es dir an.“ Na ja, und dann bin ich mitgegangen. Paula: Und dann durftest du gleich loslegen? Kemal: Nee, so einfach ist das nicht. Zuerst musste ich an zwei Abenden eine Schulung besuchen. Da lernt man, wie man mit den Tieren umgeht, was man bei ängstlichen Hunden beachten muss und so weiter. Erst danach bekommt man einen Ausweis und darf allein mit einem Tier raus. Paula: Ach so. Ich dachte immer, man geht da einfach hin und streichelt ein paar Katzen. Kemal: Das dachte ich am Anfang auch! Eigentlich wollte ich ja zu den Katzen, ich mag Katzen total. Aber da gibt es schon genug Helfer. Was wirklich fehlt, sind Leute, die mit den Hunden spazieren gehen. Also bin ich jetzt fast immer bei den Hunden. Bei den Katzen war ich nur ein einziges Mal, zum Putzen. Paula: Und, macht dir das Spaß? Kemal: Total. Am Samstag gehe ich meistens zwei Stunden mit Bruno durch den Wald. Das ist ein großer, schwarzer Mischling, schon neun Jahre alt. Die meisten Besucher wollen junge Hunde, deshalb wartet er schon fast ein Jahr auf eine neue Familie. Paula: Oh, der Arme. Weißt du, ich hätte als Kind so gern einen Hund gehabt. Aber bei uns ging das nicht, mein Vater ist gegen Tierhaare allergisch. Wir hatten nie ein Haustier, nicht mal einen Hamster. Kemal: Tja, und ich muss ehrlich sagen: Ich überlege inzwischen ernsthaft, Bruno zu mir zu nehmen. Paula: Wirklich? In deine kleine Wohnung? Kemal: Die ist gar nicht so klein. Und ich habe einen Park direkt vor der Tür. Aber ich muss erst meinen Vermieter fragen. Im Mietvertrag steht, dass man Hunde nur mit Erlaubnis halten darf. Paula: Hm. Sag mal, Kemal, kann man da eigentlich auch einfach mal mitkommen? Ich würde Bruno gern kennenlernen. Kemal: Klar! Komm doch am Samstag mit. Paula: Ach, Samstag ist schlecht, da arbeite ich bis sechs im Laden. Kemal: Schade. Aber in zwei Wochen ist sowieso Sommerfest im Tierheim, mit Kuchen und Führungen. Da kann jeder kommen. Paula: Super, das schreibe ich mir gleich auf. Oh, ich muss hier raus! Grüß Bruno von mir! Kemal: Mache ich. Tschüs, Paula!
16 Kemal hilft schon seit über einem Jahr im Tierheim.
17 Kemal ist durch jemanden von seiner Arbeit auf die Idee gekommen.
18 Bevor Kemal allein mit einem Tier losgehen durfte, musste er etwas lernen.
19 Kemal kümmert sich im Tierheim vor allem um Katzen.
20 Paulas Familie hatte früher ein Haustier.
21 Kemal möchte vielleicht einen Hund aus dem Tierheim bei sich aufnehmen.
22 Paula begleitet Kemal am Samstag ins Tierheim.
Diskussion
Sie hören nun eine Diskussion. Sie hören die Diskussion zweimal. Dazu lösen Sie acht Aufgaben. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was? Lesen Sie jetzt die Aussagen 23 bis 30. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Bir radyo tartışması dinleyeceksiniz; kayıt iki kez çalınır. 23–30 arasındaki ifadeleri önceden okuyun (60 saniye) ve her ifadeyi söyleyen kişiyi seçin: Moderator, Petra Lindner ya da Stefan Gruber.
0 Viele Kunden leben auf dem Land und kommen deshalb mit dem Auto in die Stadt.
Radiosendung „Stadtgespräch“
📄 Transkript
Moderator: Guten Abend, liebe Hörerinnen und Hörer, und herzlich willkommen beim „Stadtgespräch“! Unser Thema heute: Soll unsere Innenstadt autofrei werden? Der Stadtrat will im Herbst darüber entscheiden, und kaum ein Thema wird im Moment so heftig diskutiert. Bei mir im Studio sind zwei Gäste. Petra Lindner führt seit fast dreißig Jahren ein Schuhgeschäft in der Langen Straße. Und Stefan Gruber ist Vater von zwei Kindern und engagiert sich in der Bürgerinitiative „Platz für Menschen“. Frau Lindner, fangen wir mit Ihnen an. Was halten Sie von der Idee? Frau Lindner: Ehrlich gesagt mache ich mir große Sorgen. Ein großer Teil meiner Kundschaft wohnt nicht in der Stadt, sondern in den Dörfern rundherum. Und die kommen nun mal mit dem Auto, denn abends fährt da draußen kaum noch ein Bus. Wenn diese Leute nicht mehr in die Stadt fahren können, dann kaufen sie eben im Einkaufszentrum an der Autobahn. Oder gleich im Internet. Moderator: Herr Gruber, das klingt nach einem ernsten Problem für die Geschäfte. Herr Gruber: Das verstehe ich auch, Frau Lindner, wirklich. Aber schauen Sie sich die Lange Straße doch mal am Samstagvormittag an: Da stehen die Autos im Stau, es ist laut, und die Luft ist schlecht. Meine Kinder sind acht und elf Jahre alt, und ich lasse sie dort nicht allein mit dem Fahrrad fahren. Das ist mir einfach zu gefährlich. Ohne Autos könnten die beiden ganz allein in die Stadt fahren, zur Musikschule zum Beispiel oder in die Bibliothek. Moderator: Ich war im Frühling übrigens in Gent, in Belgien. Dort hat man die Autos schon vor einigen Jahren aus dem Zentrum geholt. Und wissen Sie, was mich wirklich überrascht hat? Die Straßen waren voller Menschen, überall Cafés, Bänke, Straßenmusik. Ehrlich gesagt hatte ich eher eine leere, tote Stadt erwartet. Frau Lindner: Na ja, Gent ist aber auch eine Stadt, in die jedes Jahr Hunderttausende Touristen kommen. Bei uns sieht das ganz anders aus. Und denken Sie bitte auch an die Älteren! Viele meiner Stammkundinnen sind über siebzig. Die können doch nicht mit schweren Einkaufstaschen zwei Kilometer bis zur nächsten Haltestelle laufen. Moderator: Herr Gruber, was sagen Sie den älteren Kundinnen von Frau Lindner? Herr Gruber: Ich sage ihnen: Niemand soll weite Wege laufen. Wir fordern ja nicht einfach: Autos raus, fertig. Es muss Ausnahmen geben, für Menschen mit Behinderung zum Beispiel, für Taxis und natürlich für Lieferwagen. Die Geschäfte müssen ihre Ware ja weiter bekommen, das ist doch klar. Und vor allem brauchen wir mehr Busse. Wenn alle zehn Minuten ein kleiner Elektrobus durch die Innenstadt fährt, auch abends, dann braucht auch die Oma kein Auto mehr. Frau Lindner: Das hört sich schön an, Herr Gruber, aber wer soll das bezahlen? Die Stadt hat doch schon jetzt kein Geld. Letztes Jahr wurde sogar die Buslinie zum Krankenhaus gestrichen. Moderator: Darf ich Sie ganz direkt etwas fragen, Frau Lindner? Haben Sie Angst um Ihr Geschäft? Frau Lindner: Ja, natürlich. Ich habe drei Angestellte, die Miete in der Langen Straße ist hoch, und schon jetzt kämpfen wir jeden Tag gegen das Internet. Wenn nur jeder fünfte Kunde wegbleibt, dann muss ich in zwei, drei Jahren schließen. Und ich wäre bestimmt nicht die Einzige. Herr Gruber: Aber Frau Lindner, es gibt Untersuchungen, die genau das Gegenteil zeigen. Leute, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, kaufen zwar bei einem Einkauf weniger. Aber sie kommen viel öfter. Am Ende des Monats lassen sie mehr Geld in den Geschäften als die Autofahrer. Frau Lindner: Das mag in Großstädten so sein. Ich glaube es erst, wenn ich es bei uns sehe. Moderator: Vielleicht wäre das ja ein Weg: Warum probiert man es nicht erst einmal aus? Zum Beispiel ein halbes Jahr lang, nur in der Langen Straße, und danach schaut man sich die Zahlen genau an. Dann muss sich niemand nur auf Vermutungen verlassen. Herr Gruber: Grundsätzlich gern. Aber ein halbes Jahr ist zu kurz. Die Leute brauchen Zeit, um ihre Gewohnheiten zu ändern. In den ersten Monaten fahren viele noch aus Gewohnheit in die Stadt und ärgern sich dann. Wenn schon ein Versuch, dann mindestens ein Jahr. Frau Lindner: Hm. Unter einer Bedingung könnte ich mir so einen Versuch vorstellen: Am Stadtrand muss es genug Parkplätze geben, und zwar kostenlos. Und von dort muss ein Bus direkt bis vor die Geschäfte fahren. Wenn die Stadt das organisiert, dann mache ich mit. Moderator: Das klingt ja schon fast nach einem Kompromiss! Herr Gruber, Ihr letztes Wort? Herr Gruber: Ich würde mich freuen, wenn Frau Lindner und ich in einem Jahr zusammen in der Langen Straße einen Kaffee trinken. Draußen, in der Sonne, ohne Lärm. Frau Lindner: Den Kaffee nehme ich gern an, Herr Gruber. Aber nur, wenn in meinem Laden dann auch noch die Kasse klingelt. Moderator: Frau Lindner, Herr Gruber, vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren. Und Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, einen schönen Abend. Bis nächste Woche beim „Stadtgespräch“!
23 Ohne Autoverkehr könnten Kinder in der Stadt selbstständiger unterwegs sein.
24 Eine autofreie Innenstadt kann lebendiger sein, als man denkt.
25 Für ältere Menschen wäre das Einkaufen ohne Auto sehr anstrengend.
26 Lieferfahrzeuge sollten weiterhin in die Innenstadt fahren dürfen.
27 Wenn ein Teil der Kundschaft wegbleibt, muss ein Geschäft vielleicht bald aufgeben.
28 Man sollte die Idee zuerst ein paar Monate lang in einer einzigen Straße testen.
29 Kunden ohne Auto geben auf längere Sicht mehr Geld aus.
30 Ein Test ist nur dann in Ordnung, wenn man außerhalb des Zentrums gratis parken kann.
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